MGV Cäcilia 1873 e.V., Lampertheim
Unsere Probentermine sind jeden Donnerstag von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr
Gäste und neue Sänger (auch nur zum Schnuppern) sind jederzeit herzlich willkommen!!!

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      Geschäftsführender Vorstand
  • 1. Vorsitzender und Rechner: 

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Uwe-Jens Jensen
Kriemhildenstr. 6
68623 Lampertheim
Tel.: 06206/910937
Fax: 06206/910938
  • 2. Vorsitzender: 
Michael Keilmann
Sandtorfer Weg 41
68623 Lampertheim
Tel.: 06206/3509

  • Schriftführer: 
Jürgen Schmied
Starenweg 4
68623 Lampertheim
Tel.: 06206/3950
     Chorleiter
Frank Aiglstorfer
Zum Fohndel 24
67551 Worms
Tel.: 06247/6633

Der Chor im Jubiläumsjahr 1998
Blick in die Vereinsgeschichte
(Auszug aus dem Festbuch zum 125jährigen Jubiläum
im Jahre 1998)

Aus dem im Jahre 1869 gegründeten Katholischen Leseverein wurde am 8. Juni 1873 der Katholische Kirchenchor Verein Lampertheim gegründet. Als Gründer wurden Jakob Schuster, Sebastian Lutz, Philipp Weber und Valentin Weidenauer genannt. Erster Präsident (Vorsitzender) war Pfarrer Peter Sprey, St. Andreas und zum musikalischen Leiter wurde Lehrer Peter Josef Jans ernannt. Erstes Vereinslokal war die Gaststätte Rheinischer Hof in der Römerstraße.
Sinn und Zweck der Gründung war, den christlichen Chorgesang zu pflegen und gesellschaftliche Aktivitäten in der Gemeinde zu erfüllen. Nach Aufzeichnungen der Chronisten war der Chor schon in den Gründungsjahren 50 Mann stark und wirkte bei allen kirchlich festlichen Veranstaltungen mit. Bereits im Jahre 1875 mußte die Empore der St. Andreas Kirche vergrößert werden, damit sie für alle Sänger ausreichte.
Der Chor hatte von Anfang an ein beachtliches Niveau, es wurden Gesangsfeste, Wettstreite, Konzerte, kirchliche und weltliche Aufführungen durchgeführt und besucht. Großen Wert wurde von der Gründung an, auf gesellschaftliche Veranstaltungen gelegt. Jahresbälle, Theateraufführungen und Abendveranstaltungen wurden regelmäßig durchgeführt. Diese Aktivitäten können durch eine Vielzahl von Programmen, Festschriften und Dokumenten belegt werden. Ein glanzvolles Ereignis war die Fahnenweihe im Jahre 1889 in Lampertheim, bei der sich viele Vereine vom Ort und aus der Umgebung beteiligten.
Zu einem Höhepunkt in der jungen Vereinsgeschichte gestalteten sich die Feierlichkeiten zum 25 jährigen Jubiläum im Jahre 1898. Das Festprogramm gibt Aufschluß über den Verlauf dieser umfangreichen Veranstaltungen. Hochamt, Ovationen am Pfarrhaus, Festzug, Festkonzert im Festzelt und ein großes Streichkonzert der Königl. Bayr. Militärkapelle Speyer, im Vereinslokal Rheinischer Hof bildeten den Abschluß dieser Jubiläumsfeier.
In diese Zeit, die zweifelsohne eine Glanzzeit des Vereins war, fällt ein Ereignis, daß für die weitere Entwicklung des Chores von grundlegender Bedeutung werden sollte. Der neue Pfarrer, Johannes Unger, hatte eine andere Vorstellung über die Aufgaben eines Kirchenchores, als die Chormitglieder des Vereins. Es gab immer wieder Meinungsunterschiede die im Jahre 1903 zum Bruch mit dem Pfarrer führten. In der Generalversammlung am 29. März 1903 wurde mit überwältigender Mehrheit der Vereinsname in Katholischer Kirchenchor Cäcilia Lampertheim umbenannt. Daraufhin legte Pfarrer Unger sein Präsidentenamt (Vorsitz) nieder. Er gründete am 15. Dezember 1903 im Gasthaus Kaiserhof den Katholischen Kirchenchor St. Andreas Lampertheim.
Jetzt kam es zu dem Kuriosum, daß die Katholische Kirchengemeinde Lampertheim zwei Kirchenchöre hatte!
Durch Gerichtsbeschluß 1904 wurde dem Katholischen Kirchenchor Cäcilia gegr. 1873 Lampertheim sämtliches Mobiliar, Chorliteratur, Messen und die Vereinsfahne zugesprochen. Im Jahre 1905 wurde dann die Verweltlichung durchgeführt und der Verein führte dann den Namen Gesangverein Cäcilia gegr. 1873 Lampertheim. Jetzt konnten auch Mitglieder anderer Konfessionen in den Verein aufgenommen werden. Auch jüdische Personen wurden als Chormitglieder willkommen geheißen und alle im Chor integriert. Der damaligen Zeit entsprechend wurde darüber in der Chorprobe abgestimmt. Die Vereinsleitung, während dieser Übergangszeit, lag in den Händen des damaligen Dirigenten, Herrn Michael Keilmann. Unter der Leitung dieses Dirigenten erreichte der Chor nach seiner Verweltlichung einen enormen Aufschwung und konnte im Jahre 1907 beim Großen Nationalen Gesangwettstreit in Mannheim den ersten Klassenpreis, ersten Ehrenpreis und den goldenen Pokal (Prinz Max Preis) einen halben Punkt hinter dem Kaiserpreissieger erringen. Nach einer inneren Krise 1912 trennte sich ein Teil der aktiven Sänger und gründete den MGV Rheingold Lampertheim. Im Jahre 1933 kamen diese Sänger und Mitglieder wieder zu ihrem Stammverein Cäcilia zurück.
Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges mußte die segensreiche Kulturarbeit des MGV Cäcilia 1873 Lampertheim unterbrochen werden. Viele aktive Sänger wurden zum Militärdienst gerufen. Viele Mitglieder waren an der Front, 15 Sänger kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück.
Nach dem Kriegsende begann das Vereinsleben sich wieder zu regen und im Jahre 1919 begann, mit Herrn Stephan Moos als Dirigent, der regelmäßige Singstundenbetrieb im Vereinslokal Rheinischer Hof. 1920 übernahm der Vorkriegsdirigent Erhard Strubel, Mannheim wieder die musikalische Leitung des Vereins. Die kommenden Jahre waren eine Zeit des inneren Aufbaus und der Vorbereitung auf Gesangwettstreite, Konzerte und Operettenaufführungen.
Trotz der fortschreitenden Inflation wurde das 50 jährige Jubiläum gefeiert. Im Juni 1923 fand auf dem Sedansplatz dieses Sängerfest im großen Rahmen statt. Ein Festkommers , Freundschaftssingen, großer Festzug und Wertungssingen des Bergstraß-Sängergaues, bei dem sich mehr als 30 Vereine beteiligten, rundeten die Festtage ab.
Namhafte Gesangswettstreite in den verschiedenen Orten und Städten wurden besucht und in der Zeit von 1920 bis 1939 vierzig erste Klassenpreise, Ehrenpreise, höchste Ehrenpreise und Tagesbestleistungen ersungen.
Die Dirigentennamen Strubel, Landhäuser und Sieh aus Mannheim, stehen für diese Erfolge. Besonders unter der zielbewußten Führung des Musikdirektors Emil Sieh, hatte der Verein eine musikalische Blütezeit. Die Chorgröße betrug mittlerweile zeitweise 150 Mann!
Im Jahre 1929 wurde das Vereinslokal gewechselt. Im Gasthaus Zum Rheingold, Kaiserstraße hatte man mehr Platz um die vielfältigen Veranstaltungen vorzubereiten und zur Aufführung zu bringen.
Wiederum wurde, durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges, die Kulturarbeit des MGV Cäcilia 1873 unterbrochen.
Sofort nach dem Kriege 1945 wurde die Chorarbeit wieder aufgenommen. Bereits im Oktober 1945 konnte ein Konzert durchgeführt werden, dessen Reinerlös von 800 Mark dem Hessischen Hilfswerk zur Verfügung gestellt wurde.
Es wurden wieder Gesangsfeste besucht. Der Chor wuchs und erreichte unter der Leitung von Musikdirektor Emil Sieh eine Stärke von 120 Mann. Im September 1948 wurde in der Spargelhalle eine Weihestunde mit Freundschaftssingen zum 75 jährigen Jubiläum durchgeführt. Für die damalige Zeit, war die Teilnahme von 10 Vereinen eine Leistung. Im November gleichen Jahres fand ein Festkommers im Vereinslokal Rheingold, mit einem anspruchsvollen Programm statt.
Im Jahre 1949 wurde nach Differenzen mit dem Wirt das Vereinslokal gewechselt. Beim Gasthaus Wacker, Kaiserstraße - die Familie Wacker ist von Gründung an mit dem Verein familiär verbunden - fanden die Mitglieder eine neue Heimat. Hier konnte der Verein sich in Ruhe auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten. Die wichtige Aufbauarbeit am Chor wurde durch den plötzlichen Tod des langjährigen Chorleiters, Herrn Musikdirektor Emil Sieh, Mannheim, jäh unterbrochen. Durch die Verpflichtung des Musikpädagogen Günter Wilke und ein Jahr später des Musikdirektors Gerhard Wind, konnte die wichtige Chorarbeit kontinuierlich weitergeführt werden.
Ein Name der sich um den Verein verdient gemacht hat, muß besonders erwähnt werden. Johannes Schenkel; unter seiner mehr als 30 jährigen umsichtigen und zielstrebigen Vereinsführung wurden in der Cäcilia gesangliche Höchstleistungen erzielt. In einer schwierigen Zeit lenkte er mit Ruhe und Ausgeglichenheit das Vereinsschiff und sorgte somit für den Bestand des Vereins.
Zu einem großen Ereignis in der Vereinsgeschichte gestaltete sich das 80 jährige Stiftungsfest 1953. In einer Zeit des Aufbruchs wurde ein großes Sängerfest mit mehr als 2000 Sängern durchgeführt. Dieses Jubiläum, das unter der Schirmherrschaft des damaligen Motoradweltmeisters und Ehrenbürgers Wilhelm Herz stand, wurde im großen Festzelt auf dem Jahnplatz, Blücherstraße gefeiert. Durch die Beteiligung von 38 Vereinen und der Lampertheimer Bevölkerung wurden Totenehrung, Festbankett, Festzug und großer bunter Abend zu einem unvergesslichen Ereignis.
Der kulturelle Beitrag des MGV Cäcilia 1873 ist in unserer Stadt unumstritten. Bei Konzerten, kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen, sowie bei anderen Anlässen, ist der Chor immer wieder bereit, in der Öffentlichkeit zu wirken.
Bereits vor dem Kriege waren fastnachtliche Veranstaltungen fester Bestandteil im Vereinsgeschehen. Nach dem Kriege wurde diese Tradition wieder aufgenommen und ein weiblicher Elferrat präsidierte diese Sitzungen.
Tolle Operettenaufführungen und Theaterveranstaltungen wurden von den Mitgliedern, unter der Leitung des Theaterdirektors Georg Karb, einstudiert und aufgeführt.
Hauptziel des Vereins war und ist es, immer wieder den Vergleich mit anderen Chören zu suchen. Statistisch belegbar ist, daß der Chor unter den verschiedenen Dirigenten in der Zeit von 1949 bis jetzt, mehr als 100 Gesangswettstreite besucht hat. Dabei wurden viele erste Klassenpreise, Ehrenpreise, Höchste Ehrenpreise, Dirigentenpreise und Tagesbestleistungen ersungen. Die Gesangsfeste in Viernheim, Bürstadt, Darmstadt, Wiesbaden, Lampertheim, Zeiskam, Rippenweier, Dielheim, Mainz u.s.w. sind solche Stationen.
Erwähnenswert ist die Beteiligung des MGV Cäcilia 1873 bei der Verschwisterungsfeier im Frühjahr 1966 in Ermont. Der Chor umrahmte die Feierlichkeiten mit mehreren Chorvorträgen im Stadthaus von Ermont. Zur großen Jumelage mit der französischen Bevölkerung trat der Chor an verschiedenen Orten auf. Es entstand eine Freundschaft mit dem „Chorale Au Rythme Clair“. Schon beim Herbstball der Cäcilia im November 1966 reiste eine Delegation Chormitglieder aus Ermont an, sie wurden in Privatquartieren untergebracht. Es entstand zwischen den Chormitgliedern eine Freundschaft, die zu vielen gegenseitigen Besuchen und Gemeinsamkeiten führte. Es wurde für das Frühjahr 1968 ein gemeinsames Konzert in Ermont vorbereitet. In die Vorbereitungszeit kam aber dann der Wunsch der Partnerstädte auf, mit einem richtigen Kirchenchor in Verbindung zu kommen. Danach wurden die Kontakte eingestellt!
Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Überreichung der Zelterplakette, anläßlich des 100 jährigen Vereinsfestes 1973. Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald wurde das 100 jährige Jubiläum, verbunden mit einem großen Sängerwettstreit in der Reithalle am Weidweg gefeiert. 
Beeindruckend waren die Veranstaltungen zum Totengedenken anläßlich des 100 jährigen Jubiläums. Es wurde das Ehrenmahl im Stadtfriedhof von dem Lampertheimer Ehrenbürger Pfarrer Wilhelm Ohl geweiht und Bürgermeister Hans Pfeiffer hielt die Totenrede. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Dirigent Valentin Seib.
Auch wurde in einer gesonderten Feierstunde der toten jüdischen Mitglieder gedacht. Es wurde eine Gedenktafel mit ihren Namen im jüdischen Friedhof enthüllt. Ein Rabbiner aus Mannheim sang die Totenklage und der Chor umrahmte diese Feierstunde.
Nach einer chorischen Konsolidierungsphase wurden unter der Leitung des Musikdirektors Valentin Seib anspruchsvolle große Konzerte mit namhaften Solisten veranstaltet. Auch wurden viele Gesangswettstreite besucht und jede Menge erste Preise, Tagesbestleistungen und Dirigentenpreise ersungen. Ein tolles Erlebnis war auch die Fahrt an den Bodensee zur Mitwirkung bei dem im Radio übertragenen Hafenkonzert. Seit 1978 beteiligt sich der Verein beim von Bürgermeister Pfeiffer neu belebten Kirchweihmarkt. Hier wurde der finanzielle Grundstock geschaffen, um den Gedanken des Vereinshausbaues zu realisieren. Eine Fülle günstger Umstände ermöglichte es, den Bau des Vereinsheimes durchzuführen. Obwohl das Baugeschehen im Verein alle Kräfte beanspruchte, wurde die Chorarbeit nicht vernachlässigt. Es wurden Sängerseminare im Vereinshaus durchgeführt, um eine intensive Chorschulung für alle Sänger zu ermöglichen.
Das gesellschaftliche Leben innerhalb des Vereins wurde durch die Durchführung von Silvesterveranstaltungen im Vereinshaus und großen Jahresbällen in der TV-Halle (bis zu 500 Teilnehmer) aufrecht erhalten. Ebenso wurde an die junge Generation gedacht. Jugenddiscos in der Zehntscheune erfreuten sich eines sehr großen Zulaufes. Bei vielen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen hier am Ort, ist der Chor immer wieder bereit mitzuwirken. Es bleibt festzustellen, daß Veranstaltungen des Vereins wie Pfingstgrillfest, Kerwemarkt, Weihnachtsmarkt und andere Ereignisse die im Jahresrythmus stattfinden, nur durch die Bereitschaft der Mitgliedsfrauen zu bewältigen sind.